Stoppelackerrennen
  Zeitungsartikel 2011
 
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Vollgas durch die Distelallee

Bumme Schaumanns Stoppelackerrennen ist dieses Mal in Wittershausen

Vier Jahre ist es schon wieder her, dass mehr als 1000 Schaulustige zu Karl-Heinrich „Bumme“ Schaumanns Stoppelackerrennen auf der Hochfläche zwischen Sulz und Glatt gepilgert sind. Dieses Jahr gibt‘s eine Neuauflage – allerdings in der Nachbargemeinde, auf dem Gelände des Wittershauser Gipsabbaus.


 
Saisonabschluss der Motocrosser: Bumme Schaumann lädt nach jahrelanger Pause wieder zum ... Saisonabschluss der Motocrosser: Bumme Schaumann lädt nach jahrelanger Pause wieder zum Stoppelackerrennen. Archivbilder: Kuball

Sulz/Wittershausen. Der Begriff „Stoppelackerrennen“ führt dieses Mal eigentlich in die Irre. Denn das Gelände des einstigen Gipsabbaus „Auf Stauden“ am Ortsrand von Wittershausen ist wenig mehr als Ödland, wie „Bumme“ Schaumann sagt. Die Rennstrecke gleiche eher einer „Distelallee“. Inzwischen hat der Sulzer Motocross-Fan das dort wuchernde Gebüsch gerodet und eine etwa 2,3 Kilometer lange Strecke für das Rennwochenende vom 21. bis 23. Oktober abgesteckt.

Der Chef vom Stoppelacker: Karl-Heinrich „Bumme“ Schaumann. Der Chef vom Stoppelacker: Karl-Heinrich „Bumme“ Schaumann.

Ein Haufen Geschäft, den sich Bumme Schaumann eigentlich gar nicht mehr geben wollte. Doch immer wieder war er in den vergangenen Jahren für die beiden beinah legendären Stoppelackerrennen beim Sulzer Birkhof der Jahre 2006 und 2007 gelobt worden, bis sich der Sulzer dann also doch zu einer Neuauflage durchrang.

Motocross fahren konnte man auf der Hochfläche zwischen Sulz und Glatt zwar hervorragend, doch angesichts der unzähligen Besucher kam Schaumann in Sachen Platz zum Parken in die Bredouille. Das Gelände in Wittershausen, wo die Knauf Gips KG dieses Frühjahr ihr Putzgipswerk dichtgemacht hat, biete hingegen geradezu ideale Bedingungen, so Schaumann.

Hatte sich der Organisator ursprünglich noch Sorgen gemacht, Naturschützer könnten etwas gegen Motocross auf dem zur Renaturierung vorgesehene Gelände des ehemaligen Gipsabbaus haben, so wurde Bumme in dieser Hinsicht eines Besseren belehrt: Bei den Vorbereitungen des zwei Hektar großen Geländes fürs Rennen habe er dort eben jenen Biologen getroffen, der das einstige Knauf-Areal als mögliche Ausgleichsfläche fürs Interkommunale Gewerbegebiet Sulz-Vöhringen begutachtet. Und der habe ihn beinahe beglückwünscht zu seinem Tun, berichtet Schaumann. Das Gestrüpp zu roden sei für die Renaturierungsfläche sehr gut – und überhaupt gebe es für Flora und Fauna kaum was besseres als eine Motocrossstrecke.

Im Gegensatz zu seinen bisherigen Rennveranstaltungen lässt Schaumann dieses Mal neben Enduros und Motocrossmaschinen auch Mofas an den Start. Dirtbikes und Quads, die 2007 noch den Sulzer Stoppelacker durchwühlen durften, dürfen dieses Mal allerdings nicht auf die Piste, denn die böte mit ihren vier Metern Breite vor allem den Quads nicht genug Platz zum Überholen, sagt Schaumann. Das Prinzip der Rennen am Samstag und Sonntag, 22. und 23. Oktober, ist indes einfach: Zwei Stunden lang fahren die Teilnehmer um die Wette, und wer am Ende die meisten Runden durch die alte Gipsgrube gedreht hat, darf sich Sieger nennen.

Freilich unterteilt sich das Stoppelackerstarterfeld in mehrere Hubraum-Klassen von 50 bis 500 Kubikzentimetern. Auch ein Damenrennen sowie ein Rennen am Samstagnachmittag für Mechaniker und Eltern sind geplant. Beim zweistündigen Mofarennen am Samstagmittag dürfen maximal drei Fahrer pro Mofa auf die Strecke, ebenso wie beim vormittäglichen Endurorennen für straßenzugelassene Geländemaschinen ab 65 Kubik. Neu im Programm ist ein Classic-Oldtimerrennen für alte (Cross-) Motorräder à la Maico. Jeder Teilnehmer kann übrigens bei zwei Rennen mitfahren, zum Beispiel am Samstag mit der Enduro und am Sonntag mit einer Crossmaschine.

Der Organisator selbst will übrigens auch auf die Piste, und zwar mit einem Fünf-Gang-Mofa, das er gemeinsam mit Tochter Karina und Sohn Andreas über die winkelige 2,3-Kilometer-Strecke chauffieren will. Damit macht Bumme Schaumann auch unmissverständlich klar, dass es hier in erster Linie um eines geht: Um die Gaudi.

Info: Anmeldung und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stoppelackerrennen.de.tl

Das Programm beim 3. Sulzer Stoppelackerrennen
Das Rennwochenende beginnt am Freitag, 21. Oktober, mit Anreise, freiem Training und von 19 Uhr an Barbetrieb im Festzelt mit Musik aus der Konserve.
Am Samstag, 22. Oktober, gehen von 10 bis 12 Uhr die Enduros auf die Strecke, um 13.30 starten dann die Mofas und im Anschluss ist um 16.30 Uhr noch das traditionelle Mechanikerrennen.
Abends ist im Festzelt Party mit der Rock-Coverband „Rising Sun“ aus Finkenstein in Österreich. Außerdem werden Miss und Boy Stoppelacker 2011 gewählt.
Am Sonntag, 23. Oktober, ist morgens Frühschoppen mit Weißwurstfrühstück. Das eigentliche Stoppelackerrennen der Motocrossfahrer startet dann vormittags um 10 Uhr.
 
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